
Einfluss der Ausrüstung: Tierärztin erklärt, wie Trensen die Bewegung des Pferdes beeinflussen
Tierärztin Tove Due arbeitet seit über 30 Jahren in der Behandlung von Pferden und hat sich auf Akupunktur, Osteopathie und alternative Behandlungsmethoden spezialisiert. Sie ist um die Welt gereist, um von einigen der besten Therapeuten zu lernen, und ist heute in ganz Dänemark ausgebucht.
Tove reitet selbst und besitzt mehrere Islandpferde.
Equitec besuchte Tove, um darüber zu sprechen, wie Trensen, Stirnriemen und Nasenriemen die Bewegung und das Wohlbefinden des Pferdes beeinflussen können.
Der Kopf des Pferdes ist voller Nerven
Laut Tove ist der Kopf eine der empfindlichsten Stellen des Pferdes:
„Das Pferd hat viele Nerven im Kopf, und wenn die Trense zu eng sitzt, kann es zu Blockaden im ganzen Körper kommen.“
Wenn die Ausrüstung an bestimmten Stellen drückt, kann dies das Bindegewebe beeinflussen und Spannungen in der gesamten Oberlinie – vom Genick bis zur Hinterhand – verursachen.
Sehen Sie sich hier das Video an, in dem Tove die Wirkung demonstriert:
https://youtu.be/XuxBQS6jyKc
Bedeutung des Stirnriemens für die Bewegung
Tove erklärt, dass ein korrekt platzierter Stirnriemen dem Pferd freie Bewegung ermöglicht:
Wenn der Stirnriemen locker und richtig geformt sitzt, kann das Pferd entspannt arbeiten. Sitzt er dagegen zu eng, kann die Beweglichkeit der Oberlinie erheblich eingeschränkt werden.
Gewölbte oder V-förmige Stirnriemen bieten mehr Freiheit, da sie nachgeben können und nicht direkt auf empfindliche Bereiche drücken.
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Warum überhaupt Stirnriemen verwenden?
Die Funktion des Stirnriemens ist es, die Trense zu stabilisieren.
Tove betont jedoch, dass Stabilität niemals mit Enge verwechselt werden darf. Viele Reiter verwenden ihrer Meinung nach zu kleine Trensen – insbesondere für Islandpferde – was zu Verspannungen und Blockaden im Körper führen kann.
Nasenriemen können Probleme verursachen
Tove sieht auch häufig Probleme mit Nasenriemen:
Enge Nasenriemen können das Kiefergelenk des Pferdes blockieren und den Rest des Körpers beeinflussen. Sowohl englische als auch hannoveranische Nasenriemen können Probleme verursachen, wenn sie zu fest angezogen werden.
In diesem Bereich befindet sich der Nerv Nervus mentalis, der bei falscher Anpassung leicht gereizt werden kann.
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Wichtige Nervenpunkte im Pferdekopf
Tove empfiehlt besondere Aufmerksamkeit auf die Bereiche zu legen, in denen Nervenbahnen hervortreten – unter anderem Infraorbitalis und Mentalis.
Hier sollten weder Nasenriemen noch Kinnriemen direkt aufliegen.
Darüber hinaus muss sichergestellt werden, dass die Aufhängung für Gebiss und Kinnriemen nicht auf dem Jochbein liegt und dass das Genickstück nicht auf den Nacken drückt, wo Bindegewebsketten sowohl die Bewegung als auch die mentale Spannung beeinflussen können.
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Toves klare Botschaft an Reiter
Tove zweifelt nicht:
Zu enge Trensen können weitaus größere Auswirkungen auf die Bewegungsfreiheit des Pferdes haben, als viele Reiter denken.
Die richtige Passform, flexible Materialien und eine anatomische Gestaltung sind entscheidend für den Komfort und die Leistung des Pferdes.
